Freitag, noch mitten in der Nacht:

Die Koffer sicher im Bus verstaut, fünfzig aufgeregte Schüler und Schülerinnen,die auf ihren Plätzen gespannt den Anfang der Fahrt entgegenfieberten und vor den Fenstern winkende Eltern. Die Fahrt der Klassen 7a und 7b nach Quorn konnte beginnen.

Eine lange Fahrt stand uns bevor. Unsere Neugier war groß, denn die meisten waren vorher noch nie in England gewesen. Auch über das, was uns wohl im Eurotunnel erwarten würde, machten wir uns Gedanken.

Als wir dann endlich, um sechs Uhr in der Frühe, in Calais ankamen, waren so gut wie alle hellwach. Wie es wohl im Eurotunnel sein würde? Ist es eng? Wird man etwas sehen? Viele Fragen gingen uns durch den Kopf.
Langsam fuhr unser Bus in einen Zug hinein, der aussah wie ein riesiger, silberner Pferdeanhänger. Es war sehr eng in dem Zug. Von der Fahrt an sich bekamen wir nicht sonderlich viel mit. Zwar mussten wir schnell gefahren sein, aber im Bus kam von den Bewegungen des Zugen nur sehr wenig an. Aber zu wissen, dass wir UNTER dem Ozean entlangbrausten, war schon sehr merkwürdig... Schon nach einer halben Stunde waren wir in Dover: England war erreicht!

Nachmittags kamen wir dann auch in Quorn Hall an. Wir bezogen die Zimmer und nahmen uns vor, erst einmal zu entspannen bevor wir abends dann den Ort erkunden würden.

Samstags ging es dann nach Leicester. Dort sollten wir auf einem Marktplatz Leute interviewen - natürlich englische Leute, die nur Englisch sprachen :. Einigen fiel dies leicht, anderen eher nicht. Alles in allem war es aber ziemlich lustig und eine schöne neue Erfahrung. Nach den Interviews durften wir dann shoppen.

Das Ironbridgemuseum besichtigten wir am Sonntag. Dort wurde ein viktorianisches Dorf aus dem 18. Jahrhundert originalgetreu nachgebaut. Es war ein toller Ausflug und sehr interessant.



Nach diesem Musem besuchten wir die Ironbridge (s.o.). Das ist die älteste Stahlbrücke der Welt, sie wurde 1781 erbaut.

Nottingham war unser Ziel für den Montag. Eigentlich wollten wir ja ein Robin-Hood-Museum und eine Burg besichtigen, doch diese Aktivitäten fielen ins Wasser, da die Museen geschlossen waren. So kam es dazu, dass die 7a mit Frau Cornehl die "City of Caves" (deutsch: Stadt der Höhlen) und die 7b mit Frau Mohr "Crime and Punishment", ein Justitzmuseum, besichtigten. Das Museum der 7a war sehr interessant, das der 7b eher enttäuschend: Drei Räume für ganze sieben Pfund! Es war die absolute Abzocke! Was seltsam war: Als die 7a nach der 7b dieses Museum besichtigte, kamen diese umsonst hinein. Wieder durfen wir danach einkaufen gehen.

Dienstags gingen wir ins Warwick Castle, ein Schloss, das Madame Tussaud gehört. Dort standen auch ihre Wachsfiguren aus der königlichen Geschichte. Es war sehr schön, die ganzen Räume zu sehen, wie sie damals waren, nachgebaute Szenen der Geschichte zu bestaunen und auch die Vogelshow im Anschluss war sehr interessant. Nach diesem fantastischen Aufenthalt besuchten wir den Geburtsort William Shakespeares, Stratford-upon-Avon. Einige sahen sich dort ein Museum über den Dichter an, das sehr schön gewesen sein soll, andere nutzten die Zeit (wieder!) zum Shoppen.

Der Mittwoch wurde durch eine Wanderung durch Quorn versüßt. Wir liefen über Felder, am Wasser vorbei und kletterten über einige Zäune, die uns den Weg versperrten. Einige gingen danach noch in den Ort, wärend die meisten zurück nach Quorn Hall strebten.

Donnerstag! Der Tag, auf den alle gewartet hatten! LONDON!! Die Strapazen der zweistündigen Fahrt wurden von den wundervollen Sehenswürdigkeiten Londons wieder wettgemacht. Unser erstes Ziel war Hyde Park, ein wundervoller und großer Park. Von dort aus ging es schließlich nach Buckingham Palace, dem Zuhause der Queen. Dann liefen wir zu Big Ben. Das nächste Ziel hieß nun London Eye (s.u.)




103 Meter hoch ist das Riesenrad und bietet einen Ausblick auf einen großen Teil Londons. Eine halbe Stunde dauerte die Fahrt damit - und es ist wirklich ziemlich hoch! Danach gingen wir zum Trafalgar Square. Nach zwei Stunden, die wir im Zentrum von London in Gruppen herumlaufen (und Shoppen!) durften, trafen wir uns wieder am Bus und traten die Heimreise nach Deutschland an. Eine schöne Reise ging zu Ende.

Um acht Uhr morgens kamen wir wieder in Dudweiler am Dudobad an. Die Schule mussten wir natürlich zum Glück an diesem Tag nicht mehr besuchen. Überglücklich stürmten wir auf unsere Eltern zu und fuhren nach Hause, um unsere Ferien zu genießen und uns auf den Anfang der Schule vorzubereiten.

Ich denke, ich spreche im Namen von allen, wenn ich einen ganz besonderen Dank an Frau Auras, Frau Mohr, Frau Cornehl und Herrn Breitenbach ausspreche, die uns die Fahrt so schön wie möglich gemacht haben. Sie kümmerten sich um die Kranken, standen uns bei Problemen bei und organisierten Programm für jeden Tag. Auch Dinge, die sie nicht hätten machen müssen, nahmen sie in die Hand.
Danke :-)
Svenja Welsch, 7b 

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